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Unwetterlage in Baden- W√ľrttemberg

 



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EU √úbung MODEX 2011

03.03.-07.03.2011 Die erste gemeinsame √úbung des HCP Teams¬†von Baden- W√ľrttemberg¬†seit¬†seiner¬†Gr√ľndung in 2010, fand in der ersten¬†M√§rzwoche diesen Jahres statt. Das besondere daran war nicht nur, dass die √úbung in Holland stattfand, sondern zudem unter Einsatzbedingungen stattfinden sollte und auch nur Material mitgef√ľhrt wurde, welches das "Handbuch HCP" vorsieht.

Weiterhin, war die √úbung auf EU Basis organisiert und finanziert. Dadurch waren von Seiten des THW nur begrenzte Info¬īs √ľber den √úbungsablauf bekannt,¬†da die komplette √úbung mit Statisten und √úbungsgel√§nde¬†von der privaten Firma "BOTC" gestellt und abgehalten wurde.

Neben einer Be√ľbung des HCP Moduls Baden- W√ľrttemberg, waren auch noch ein HCP Modul¬†aus Polen sowie TAST Teams (Technical Assistance and¬†Support Team)¬†aus √Ėsterreich und der JUH Deutschland an der √úbung beteiligt.
Ziel der Übung war es die Teams hinsichtlich "Interoperabilität", "Self sufficiency" und "Work in unknown conditions" zu testen.

Interoberabilität:
Das hei√üt es wurde gepr√ľft, ob und wie die Kommunikation der Teams im Einsatz trotz Sprachbarriere funktioniert. Aus diesem Grund, war als gemeinsame Teamsprache nur "Englisch" m√∂glich und wird auch von den Teammitgliedern entsprechend ihrer Funktion im Team in unterschiedlicher Qualit√§t vorrausgesetzt.

Self Sufficiency:
Weiterhin wurde getestet, ob und¬†in wie weit sich die Teams w√§hrend des √úbungsablaufes mit allen f√ľr ihren Betrieb notwendigen Mitteln¬†selbst¬†versorgen k√∂nnen. Aus diesem Grund wurde das HCP Team Deutschland um eine Campausstattung f√ľr SEEBA- Teams aus dem ZAL (Zentrallager f√ľr Auslandslogistik) erweitert. Dieses Camp beinhaltet Zelte f√ľr die Verpflegung, Unterbringung und die Hygiene der Helfer. Zudem wurde Verpflegung f√ľr s√§mtliche Helfer mitgef√ľhrt. Angesichts der √§u√üerst niedrigen Temperaturen von -3¬įC nachts und tags kaum mehr als 5-10¬įC, wurden technische Detailprobleme schnell aufgedeckt und bemerkt, dass sich diese Campvariante im Winter nur begrenzt eignet.

Work in unknown conditions:
Hierbei wird getestet, wie sich Teams im Ausland in einem ihnen v√∂llig¬†fremden Gel√§nde¬†zurecht finden. Um die √úbung etwas anspruchsvoller zu gestalten, wurde die √úbung nicht nur in Grenzn√§he zu Holland am Flughafen Weeze abgehalten, sondern direkt in Holland ca. 45 Fahrminuten entfernt. So wurde auf dem¬†Gel√§nde am Flughafen,¬†einem ehemaligen Milit√§rgel√§nde der britischen Armee, die "gespielte" Einreise nach "K-Land" vollzogen. Nachdem s√§mtliche Teams mit ihren Ger√§tschaften den Zoll passiert hatten und mit der √∂rtlichen Einsatzleitung der "LEMA" (Local Emergency Management Authority)¬†Kontakt aufgenommen war, konnte dieser Punkt in Perfektion be√ľbt werden.

So wurde dem TL (Teamleader) drei m√∂gliche Navigationskoordinaten vorgeschlagen, wo er sein BoO (Base of Operation) also das Camp des Teams errichten k√∂nne. Weiterhin erhielt er eine Koordinate f√ľr die erste Einsatzstelle die "Pump Side".
Ausgestattet mit diesen Koordinaten begann die Erkundung des Geländes, wohlbemerkt "ohne" irgend eine Karte. Zur selben Zeit wurde die Einsatzstelle vom CoO (Chief of Operation) angefahren um sich ein Bild von der Schadenlage vor Ort zu machen.

Nachdem beides erkundet war, wurde das Team geteilt und der eine Teil begann mit der Errichtung des Camps, während die andere die Einsatzstelle ebenfalls mit Navigationshilfe anfuhr um sofort mit dem Aufbau der Pumpenstrecke unter Anweisung des CoO zu beginnen.

Im Verlauf der √úbung sollte nun auch noch das Team einen 24h Schichtbetrieb aufstellen, welcher aufgrund der realistischen Einspielungen durch den Veranstalter schnell durchkreuzt wurde. So fand sich am Ende des ersten Abends¬†der √úbung mancher Helfer schnell an den "EGA- Lehrgang" (Einsatzgrundlagen Ausland) zur√ľck errinnert, als das TAST- Team aus dem OSOCC (On Side Operations Coordination Center), also dem Lagezentrum im Einsatzgebiet meldete, dass soeben die UN Sicherheitsstufe auf Stufe 2 von 4 Stufen¬†angehoben wurde und s√§mtliche Helfer im Camp zu verbleiben h√§tten.

Auch der darauf folgende Tag versprach unter diesen Vorraussetzungen sehr interessant zu werden. Denn so wurde im Verlauf der √úbung nicht nur der TL vermeintlich entf√ľhrt (es stellte sich heraus, dass ihn die lokale Polizei festhielt), sondern auch das Camp sowie die Einsatzstelle wurde mehrfach von den hungrigen und frierenden Einwohnern aus K-Land besucht. Und mit jedem Besuch wurde die Aggresivit√§t und Hartn√§ckigkeit der Einwohner gr√∂√üer.

In den sp√§ten Nachmittagsstunden des 2ten Tages wurde die √úbung dann an der Einsatzstelle f√ľr beendet erkl√§rt und mit dem R√ľckbau der Pumpen begonnen. Der Abend wurde dann gemeinsam in einem lockeren Festabend zusammen mit allen Statisten des Veranstalters ausgeklungen.

Am darauffolgenden dritten Tag (Sonntag) wurde in den Morgenstunden mit dem R√ľckbau des Camps begonnen, welcher von der abermaligen Meldung dass die Sicherheitstufe angehoben werden musste, wieder¬†durchkreuzt. Denn so war das Team mit einem Male gezwungen das komplette Camp innerhalb von 2 Stunden abzubauen und dann das Land im Schutze von Milit√§r verlassen m√ľsse. Und wirklich, nach 2 Stunden¬†erschien das gespielte Milit√§r¬†und begann¬†die Notevakuierung der Teams. Alles was bis dahin nicht abgebaut oder verlastet war, musste zur√ľckgelassen werden.

Im Anschlu√ü zur gespielten Ausreise aus "K-Land", wurde das zur√ľck gelassene Material noch fertig verlastet und eine Nachbesprechung mit dem Beobachter des Teams durchgef√ľhrt. Als auch dies abgeschlossen war,¬†verlegte das Team zur√ľck in den Ortsverband Wesel und lie√ü den Tag mit einer gem√ľtlichen "Lessons Learned" √ľber die √úbung und einem gemeinsamen Abendessen zu Ende gehen. In den fr√ľhen Morgenstunden des Rosenmontag wurde dann das gesamte Material zur√ľck in den Ortsverband Heidelberg welcher auch Startpunkt f√ľr das Team war verlegt,¬†von wo aus¬†die Helfer¬†im Anschlu√ü ihre einzelnen¬†Ortsverb√§nde anfuhren.


Teilnehmer: Oliver Rapp, Marco Carben (beide als Pumping Expert eingesetzt)

Bilder (Helfer des HCP Team/ sowie von der BOTC):

15000l Zwischenpuffer 2x Boerger Pumpe Faltbehälter des polnischen HCP Teams

Wasserentnahmestelle mit DIA Pumpe BoO (Base of Operation)/ Teamcamp Duschzelt und Feldtoilettenzelt

Feldbesteck¬†HCP Team Germany und Polen¬†Gruppenbild aller Team¬īs, HCP und TAST Teams¬†